Die Zahl auf der Reifenflanke ist nicht dein Ziel beim Nachfüllen. Für den richtigen Reifendruck zählt die Vorgabe deines Autos – besonders, wenn nach einer kalten Nacht die Druckwarnung aufleuchtet.
So prüfst du den Druck richtig
- Miss vor der Fahrt an kalten Reifen. Laut NHTSA heißt das: Das Auto ist mindestens drei Stunden nicht gefahren.
- Suche den empfohlenen Druck am Aufkleber im Türrahmen auf der Fahrerseite oder im Fahrzeughandbuch. Beachte unterschiedliche Werte für Vorder- und Hinterachse sowie die Beladung.
- Miss alle Reifen mit einem Druckmesser und ergänze fehlende Luft bis zum passenden Sollwert. Der Maximaldruck auf der Reifenflanke ersetzt diese Fahrzeugvorgabe nicht.
- Falls das Reifendruckkontrollsystem danach eine Bestätigung oder Kalibrierung verlangt, folge dem Handbuch. Nur die Warnung zurückzusetzen behebt keinen zu niedrigen Druck.
Warum Kälte die Warnung auslösen kann
Kühlt die Luft im Reifen ab, sinkt bei annähernd gleichem Volumen ihr Druck. Ein niedrigerer Messwert bedeutet deshalb nicht automatisch ein Loch. Die Warnung ist trotzdem ein Anlass zum Messen, nicht zum Ignorieren: Entscheidend ist, ob der kalte Reifen die Fahrzeugvorgabe erreicht.
Nicht am warmen Reifen korrigieren
Beim Fahren erwärmen sich die Reifen, der Druck steigt wieder. Lass deshalb nicht einfach Luft ab, um am warmen Reifen den Kalt-Sollwert zu erreichen. Prüfe erneut unter kalten Bedingungen. Verliert ein Reifen wiederholt Druck, lass ihn auf ein Leck oder einen anderen Defekt prüfen. Bei einem sichtbar platten oder beschädigten Reifen solltest du nicht erst weiterfahren, um zu sehen, ob die Warnung verschwindet.
Quellen
Ausgewählte Referenzen, die diesen Tipp prüfen oder stützen.
- Winter Driving Tips: Tires NHTSA · government
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